Die Gesellschaft

„Das Wesen der Dichtung ist unendliche Zurückhaltung, zertrümmernd ihr Kern, aber schmal ihre Peripherie, sie berührt nicht viel, das aber glühend. Alle Dinge wenden sich um, alle Begriffe und Kategorien verändern ihren Charakter in dem Augenblick, wo sie unter Kunst betrachtet werden, [...] Das Wesen der Dichtung ist Vollendung und Faszination.”

(Soll die Dichtung das Leben bessern?, 1955)


signatur

 

Ziele der Gesellschaft

Die Gottfried-Benn-Gesellschaft wurde am 4. Oktober 1998 gegründet und hat sich zur Aufgabe gemacht, das Werk Gottfried Benns zu fördern und zu dessen internationaler Anerkennung beizutragen. 

Die Gesellschaft möchte alle Äußerungen zu einem der größten deutschen Lyriker des 20. Jahrhunderts bündeln und Wissenschaftlern sowie Benn-Freunden zur Verfügung stellen. Das Interesse erstreckt sich ebenso auf die Essays, Vorträge, Radiobeiträge und Prosatexte des bis heute viel zitierten Schriftstellers. 

Die Gottfried-Benn-Gesellschaft stellt sich auch den unrühmlichen Seiten des Autors: Benn hatte sich 1933 und 1934 für den „neuen Staat“ ausgesprochen, seinen Irrtum jedoch bald erkannt. Er wurde danach in seinen Texten und Briefen zu einem hellsichtigen Kritiker des nationalsozialistischen Regimes. 

Die Arbeit der Gesellschaft richtet sich auch auf historische und literarische Einflüsse sowie Beziehungen des Dichters zu Schriftstellern, Künstlern und anderen Geistesgrößen sowie persönlichen Freunden und Freundinnen. Der Sitz der Gesellschaft in der Hansestadt Bremen soll dazu beitragen, die Forschung über Benns Freund und intellektuellen Partner, den Kaufmann Dr. F. W. Oelze, anzuregen.

Die Gesellschaft greift die laufende wissenschaftliche Forschung auf und sammelt Essays, Aufsätze und Miszellen über Gottfried Benn in internationalen Zeitungen und Zeitschriften, um die Rezeption des Werkes zu dokumentieren. Es werden wissenschaftliche Kongresse und Tagungen geplant und durchgeführt.